Selbstbewusst selbstbehaupten
“selbstbewusst selbstbehaupten - selbstwirksam selbstverteidigen” dies habe ich zu meinem Slogan gemacht. Und zwar als Kung Fu Lehrerin, im professionellen Kontext als Pflegefachfrau und auch als private Person. Was bedeutet es sich selbstbewusst selbstzubehaupten? Also erstens bedeutet es nicht, wie ein kläffender Hund alles anzuspringen was in irgendeiner Form bedrohlich wirkt.Auch bedeutet es nicht, ständig in Habachtstellung zu verbleiben und ständig mit dem Schlimmsten zu rechnen - Stichwort selbsterfüllende Prophezeihung.
Nein es bedeutet, sich seiner selbst bewusst zu sein - mit Empfindlichkeiten welche man am heutigen Tag hat (bspw. Hunger oder Schmerzen) und deshalb nicht in Top Form zu sein und auch mit sich selbst Gnade walten lassen zu können. Zu spüren wo die eigenen Grenzen verlaufen. Es bedeutet aber auch, zu wissen wo die eigenen Schwachstellen sind, erkennen zu können, dass dies dann keine Schwäche mehr ist sondern zur Stärke erwachst. Denn dann bin ich auf einmal unangreifbar, wie Teflon rinnen Angriffe auf meine Person an mir herab. Ungreifbar wie ich dies im WingTsun ständig trainiere. Ich kann mich souverän in Konflikten behaupten und zeige keine Blösse indem ich die Contenance verliere.Diese Fähigkeit verleiht mir einen Schutzschild und suggeriert eine Stärke nach Aussen, ja eine Unbezwingbarkeit. Niemand möchte es mit so jemandem aufnehmen. Dies ist der psychologische und emotionale Aspekt der Selbstverteidigung - die Selbstbehauptung. Wer sich effektiv selbst zu behaupten vermag kommt unweigerlich weniger in Situationen in welchen er sich physisch selbstverteidigen muss.
Wessen Herz für die Kampfkunst schlägt, der trägt die Demut in sich möglichst einen Kampf vermeiden zu wollen. “ Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf “ - Laotse